• Südkurier - Tobias Lange

In fast jedem Hund steckt ein Familienmitglied


Hundesportvereine legen Wert auf Rücksichtnahme. Wichtig dafür ist die richtige Erziehung des Tiers.

Angriffe von Hunden mit schweren bis tödlichen Verletzungen machen derzeit Schlagzeilen. Nach einer tödlichen Attacke Ende Mai 2017 muss sich derzeit ein Paar vor dem Amtsgericht Sigmaringen wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Beim Hundesportverein Königsfeld sieht man solche Nachrichten mit Sorge. Dort wird auf die richtige Erziehung des Vierbeiners großen Wert gelegt. Am Sonntag, 10. Juni, lädt der Verein deshalb anlässlich des Tags des Hundes wieder auf das Vereinsgelände ein.

  • Friedliche Koexsistenz: "Uns geht es darum, einen sozialverträglichen Hund zu erziehen", sagt Vorstandsmitglied Annabell Krämer. Dabei sei diese Art von Beschäftigung grundsätzlich für alle Hunderassen geeignet, auch wenn kleinere Tiere eventuell mit der einen oder anderen Aufgabe aufgrund der Körpergröße Schwierigkeiten haben können. Gerade auch für ängstliche Tiere sei ein Hundetraining hilfreich und könne sich positiv auswirken. Denn dabei lerne der Hund in kontrollierter Umgebung, mit Situationen, beispielsweise von vielen Menschen umgeben zu sein, umzugehen. Hundesportvereine wie der in Königsfeld seien darum bemüht, dass der Umgang zwischen Hundebesitzern auf der einen und Menschen ohne Hund auf der anderen Seite entspannt ist, sagt Annabell Krämer. Im Verein werde ein großer Wert auf gegenseitige Rücksichtnahme und die richtige Erziehung des Hundes gelegt.

  • Leinenpflicht beachten: Diese Rücksichtnahme fängt schon damit an, dass man seinen Vierbeiner nicht überall unangeleint umherlaufen. In jeder geschlossenen Ortschaft und bei Publikumsverkehr herrsche Leinenpflicht, betont Annabell Krämer. Und selbst dort, wo nicht unbedingt Leinenpflicht besteht, sei sie eher vorsichtig, da es immer zu Situationen kommen könne, bei denen das Tier unvorhergesehen reagiert. "Ich kann meinen Hund nur von der Leine lassen, wenn ich mir sicher bin, dass er kommt, wenn ich rufe", sagt sie.

  • Der richtige Familienhund: "Prinzipiell ist jeder Hund als Familienhund geeignet, wenn es richtig anfängt", ist Annabell Krämer überzeugt. Mit Ausnahme von Herdenschutzhunden. Bei Tieren, die bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben und bei älteren Hunden könne sich das Familienleben unter Umständen etwas schwieriger gestallten. Einfacher werde es mit einer vernünftigen Erziehung des Hundes und viel Zeit seitens des Halters. "Es kommt auf den Umgang mit dem Hund an." Grundsätzlich gelte aber eine Regel: Kleine Kinder sollten nicht mit dem Tier allein gelassen werden, "egal, was es für ein Hund ist", warnt Annabell Krämer. Denn so unberechenbar die Tiere auch sein können, so unvorhersehbar sei manchmal auch das Verhalten der Kinder.

  • Auffällige Tiere: Eine wichtige Frage, die ein Hundehalter beantworten muss, ist, ob der eigene Vierbeiner Auffälligkeiten zeigt. Die sei nicht immer leicht zu beantworten, sagt Annabell Krämer. Denn: "Auffällig ist ein dehnbarer Begriff." Ein Hund, der vom eigenen Garten aus Passanten anbellt, verteidigt gewissermaßen sei Revier. Dann wäre es schwierig, von einem auffälligen Hund zu sprechen. Man müsse immer die Umstände beachten, zum Beispiel, ob das Tier provoziert worden ist. Wirklich auffällig ist ein Tier sicher dann, wenn es tatsächlich andere Tiere getötet oder Menschen angegriffen hat, meint Annabell Krämer. Dann helfe bestenfalls noch ein Ortswechsel und eine anderer Halter.

  • Ruhe bewahren: Und was sollte man tun, wenn einem ein fremder Hund beim Spazierengehen begegnet? Ruhig bleiben und abwarten, sagt Annabell Krämer. Man sollte dem Tier nie direkt in die Augen schauen, denn das wirke auf den Hund bedrohlich. Auch sollte man nicht wegrennen, da dies den Jagdtrieb des Tieres wecken könne. "Der Hund ist ein Raubtier und rennt dann hinterher."

Der Verein

Der Hundesportverein Königsfeld wurde im Jahr 1979 gegründet und hat derzeit 50 Mitglieder. Jährlich lädt der Verein am Tag des Hundes zu sich auf das Vereinsgelände am Nägelesee 16 ein, bei dem der Verein sich und seine Arbeit vorstellt. So auch am Sonntag, 10. Juni 2018, zwischen 14 Uhr und 17 Uhr. Die Besucher haben die Möglichkeit, mit ihren eigenen Hunden im Spaßparcours ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen oder das Schnüffelparadies auszuprobieren. Um 16 Uhr findet ein Hunderennen statt, bei dem jeder der möchte teilnehmen und auch Preise gewinnen kann. "Die Leute sollen sehen, dass es Spaß macht, einen Hundeplatz zu besuchen", sagt Anabell Krämer. Für das leibliche Wohl der Gäste gibt es mit Kaffee und Kuchen sowie Würstchen. Der Eintritt ist kostenlos.


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Samstag

14:00 Uhr  Training auf dem Hundeplatz

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Im Moment findet Coronabedingt kein Welpen und Junghundedtraing stattreffpunkt Parkplatz Edekafpunkt Parkplata

 

 

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78126 Königsfeld

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